Rabea Blue - Fantasyautorin
Rabea Blue is an author, writing fantasy, science-fiction and romance. She alreasy published short stories & novels.
View Rights PortalRabea Blue is an author, writing fantasy, science-fiction and romance. She alreasy published short stories & novels.
View Rights PortalAus Anlaß seines 200. Geburtstages im Januar 2009 wird die schöne vierbändige Kassette mit den Sämtlichen Erzählungen in neuer Ausstattung vorgelegt. Die Erzählungen sind in chronologischer Folge nach der Erstveröfflichung angeordnet.
Das Grauen lauert im Vertrauten Hinterm Haus liegt ein tiefer See, da sitzt sie stundenlang auf dem Grund und hält die Luft an – zurück bei Mann und Kindern wird sie den bohrenden Wunsch nicht los, für immer unter Wasser zu wollen. Ein Junge hat ein Loch in der Kehle und die Stimme verloren – und um die Aufmerksamkeit seines gebrochenen Vaters zu wecken, greift er zu immer abgründigeren Methoden. Eine im Sterben liegende Frau ruft eine Freundin an, mit der sie seit dreißig Jahren nicht gesprochen hat, seit dem tragischen Unfall damals – wer von den beiden trug daran eigentlich die Schuld? In den gestochen scharfen Horrorgeschichten von Das gute Übel kommen uns die Monster des Alltäglichen so nahe, dass wir ihren Atem im Nacken spüren. Samanta Schweblin ist eine Magierin und schreibt mit einem übernatürlichen Gespür über den Einbruch des Bösen in unsere Welt – und das perfide Gute, das darin aufscheint. Alle Dutzend Jahre erscheint dieses eine Buch, das ein Loch in den Himmel reißt.
Scheherezades Geschichten wecken Vorstellungen eines Märchenparadieses mit fliegenden Teppichen und Pferden, Wunderlampen und Flaschengeistern. Mehr als 300 Erzählungen gehören zum Umkreis von Tausendundeiner Nacht, die im arabischen Raum nie ein abgeschlossenes literarisches Werk darstellten, sondern sich in zahlreichen Varianten wiederfinden. Durch eine französische Übersetzung wurden die Erzählungen von Tausendundeiner Nacht im Europa des 18. Jahrhunderts unglaublich populär. Sie prägten damals wie wohl kein anderes Werk die Vorstellungen des Abendlandes vom Orient. Während Orientalisten eine Jagd nach authentischen arabischen Handschriften begannen, inspirierten die Geschichten unzählige Autoren und Buchkünstler zu phantasievollen Interpretationen. Der große Erfolg von Tausendundeiner Nacht in Europa führte schließlich zu einer neuen Wahrnehmung dieser Erzählungen im Orient selbst. Der Band stellt die Überlieferung dieses Klassikers der Weltliteratur vor: von kostbaren islamischen Handschriften und historischen Druckausgaben über illustrierte Prachtbände und Kinderbücher bis hin zur Gebrauchsgrafik.
Wenn wir etwas besonders bewundern, sagen wir, das ist phantastisch! Man verachte nicht den alltäglichen Sprachgebrauch. Was Stanislaw Lern in seinen Geschichten treibt, ist phantastisch in doppeltem Sinne. Phantasie ist im Spiel, ein Übermaß an Phantasie.
Die hier vollständig gesammelten Erzählungen weisen den Verfasser der Powenzbande als einen der einfallsreichsten und originellsten deutschen Erzähler aus. In diesen Geschichten, die den Konflikt zwischen Phantasie und Realität thematisieren, besticht das ungezwungene Nebeneinander von Komik und Tragik, Schalkhaftem und Traurigem, der Lust im Schmerz. Dies macht ihn zu einem »Humoristen mit der lachenden Träne im Wappen«, wie Hermann Hesse es formulierte. Von Penzoldts 17 Erzählungen aus den Jahren 1925 bis 1950, u. a. die bekannten Antikriegsnovellen Etienne und Luise, Korporal Mombour, die märchenhafte Liebesgeschichte Süße Bitternis und die Kriminalsatire Die Perle, erscheinen Der Narrenball, Das Stilleben, Das goldene Schlüsselchen und Der Jugendfreund hier erstmals in Buchform.
Julio Cortázars weltweiter Ruf als »phantastischer« Autor gründet vor allem auf seinen Erzählungen. Geschichten wie Bestiarium, Axolotl, Das besetzte Haus und Die Nacht auf dem Rücken sind selbstverständlicher Bestandteil der Weltliteratur.In diesem ersten Band der vierbändigen Taschenbuchausgabe sind erstmals auch zwölf frühe Erzählungen enthalten, die bislang nicht als Einzelausgabe erschienen sind. Liebhaber des argentinischen Meistererzählers werden diesen Bänden gleich neben Cortázars literarischem Meilenstein, dem Antiroman, Rayuela. Himmel und Hölle, ihren gebührenden Platz einräumen. »Die wahre Rebellion Cortázars findet in seinen Erzählungen statt. In ihnen experimentierte Cortázar nicht: er fand, er entdeckte, er schuf etwas Unvergängliches«, so Mario Vargas Llosa in seinem Vorwort.
In der Abgeschiedenheit des Landpfarrhauses in Yorkshire, in dem Charlotte Brontë und ihre Geschwister aufwuchsen, dachten sich die Kinder ein umfassendes »längeres Gedankenspiel« aus, das sie zu einer geschlossenen Fabel-Welt ausmalten, bis in winzige Details der Geschichte und Geographie. Die ersten Helden dieser Spiele waren zwölf Soldaten, die sie auf eine Eroberungsexpedition nach West-Afrika schickten, wo sie ein Reich gründen sollten mit Herrschern, führenden Familien, mit Kriegen, Aufständen, Politik und Geschichte. Es war ein Traumreich, zu dessen Visualisierung sie Porträts von Personen, Städtebilder und Landkarten schufen. Aus über 2000 Seiten der literarischen Fabelwelt wurde für diese Ausgabe ein Querschnitt von den ersten Skizzen bis zu den letzten Kurzromanen ausgewählt, der die Entwicklung ihres Stils nachvollzieht und damit auch gleichzeitig das Heranwachsen einer Autorin, die in ihren Erzählungen nachhaltig Wünsche, Träume, verdrängte Leidenschaften und reale Erfahrungen in Erzählungen umformt. Siebzig Jahre nach dem Tod von Charlotte Brontë erschien eine Auswahl der Skizzen und Erzählungen dieser literarischen Fabel-Welt im Druck. Die letzten dieser aus dem Manuskript transkribierten Texte sollten erst 1972 in England in gedruckter Form vorliegen.
Der große Romanautor Juan Carlos Onetti hat ein Leben lang auch Geschichten geschrieben, ja sein Schreiben ist aus dem Bedürfnis entstanden, Geschichten zu erzählen. Von den frühen, mutwillig gegen die Konventionen flacher Einfühlung gerichteten Stücken über die großen, romanhaft komplexen Erzählungen bis hin zu den eigenwillig skizzierten Erzählkernen seiner späten Jahre enthält der vorliegende Band sämtliche Erzählungen. Und sosehr jede davon ihre eigene Form besitzt, so deutlich zeichnet sich die innere Zusammengehörigkeit des erzählerischen Werks ab. Nicht nur, dass Gestalten aus seinen Romanen auftauchen, vielmehr tritt nach und nach hervor, wie Onettis Erzählen aus dem ebenso vitalen wie skeptischen Bedürfnis stammt, sich erzählend ein Anderes vorzustellen. Dies aber in einer unerhörten Konkretion der sichtbaren, gelebten Welt. Juan Carlos Onetti, 1909 in Montevideo geboren, ist, neben Borges, der andere große Autor aus dem Süden des amerikanischen Subkontinents. Joseph Conrad, Marcel Proust, James Joyce, Louis-Ferdinand Céline, William Faulkner – Onetti hat wiederholt die großen Romanautoren des 20. Jahrhunderts benannt, die ihn geprägt haben. An ihm selbst haben sich nachfolgende Schriftstellergenerationen nicht nur in Lateinamerika maßgebend orientiert. Sein langsam, aber stetig wachsender Ruhm hinderte die Militärregierung 1974 nicht, ihn für einige Monate zu inhaftieren. Nach seiner Freilassung emigrierte er nach Madrid, wo er 1994 starb. Im Suhrkamp Taschenbuch sind die Romane Der Schacht (st 5038), Niemandsland (st 5039), Für diese Nacht (st 5040), Das kurze Leben (st 4849), Abschiede (st 5041), Für ein Grab ohne Namen (st 5042), Die Werft (st 4847), Leichensammler (st 4848), Der Tod und das Mädchen (st 5043), Lassen wir den Wind sprechen (st 5044), Wenn damals (st 5045) und Wenn es nicht mehr wichtig ist (st 5046) sowie eine Auswahl seiner Erzählungen, Die so gefürchtete Hölle (st 4992), erschienen. Anneliese Botond (1922 – 2006), Lektorin und Übersetzerin, u. a. von Alejo Carpentier, Michel Foucault, Mario Vargas Llosa.
Band 1: Der Teufel im Glockenturm und andere Erzählungen. Aus dem Amerikanischen von Barbara Cramer-Nauhaus und Erika Gröger. Band 2: Die Morde in der Rue Morgue. Aus dem Amerikanischen von Barbara Cramer-Nauhaus, Erika Gröger und Heide Steiner. Band 3: Streitgespräch mit einer Mumie und andere Erzählungen. Aus dem Amerikanischen von Heide Steiner. Band 4: Das Tagebuch des Julius Rodman und andere Erzählungen. Aus dem Amerikanischen von Erika Gröger, Andrea Sachs und Ruprecht Willnow
Unter den Erzählungen sind so köstliche wie »Des Papstes Maultier«, »Der Pfarrer von Cucugnan«, »Balladen in Prosa«, »Die drei stillen Messen« und »In der Camargue«.
Von »Das Verbrechen eines Innsbrucker Kaufmannssohns« aus dem Jahre 1960 bis zu »Am Ortler«, erschienen 1971, reicht das Spektrum der hier versammelten Erzählungen Thomas Bernhards. In ihnen wird die sprachliche Gestaltungskraft dieses Autors deutlich – in Sätzen, die jede mögliche These und Antithese so lange gegeneinander ausspielen und hin- und herwenden, bis jeglicher semantischer Kern aufgelöst ist. So entsteht – trotz des Niedergangs, der Verzweiflung und des Todes, die geschildert werden – der Eindruck, daß die Sprache ein Mittel des Überlebens in dieser Welt ist, und nicht nur des Überlebens, sondern auch der Komik.
Unter dem Pseudonym Emil Sinclair veröffentlichte Hermann Hesse ab 1917 einige seiner scharfzüngigen, von der Regierung als kompromittierend gewerteten Appelle, Aufsätze und Erzählungen gegen den Krieg – und 1919 auch seinen Roman Demian.
Jede der sechzehn Erzählungen hat ureigene Struktur und Dynamik. Allen gemeinsam ist der Saga-Charakter. Es sind Grunderlebnisse der Menschen, die den Llano bevölkern, durch Rulfos vollkommene Form von überzeitlich anmutender Gültigkeit, dennoch mexikanische Wirklichkeit in bestimmten geschichtlichen Augenblicken.
Furios war Herman Bangs Start ins literarische Leben: Bereits als Fünfundzwanzigjähriger hatte er acht Bücher und 140 Feuilletons geschrieben und einen Pornographieskandal überstanden. Tatsächlich kam der 1857 geborene Pastorensohn eher notgedrungen zum Schreiben. Nach dem Tod seiner Eltern war er gezwungen, sich einen Broterwerb zu suchen, um sein dandyhaftes Leben aufrechterhalten zu können. Innerhalb kurzer Zeit wurde er zu einem der bekanntesten Journalisten Kopenhagens – aber auch zu einem der umstrittensten. Denn seine exzentrische Lebensweise und seine offen gelebte Homosexualität provozierten die bürgerliche Gesellschaft. Der vorliegende Band versammelt Erzählungen aus allen Schaffensperioden in einer neuen, der kraftvollen Sprache Bangs gerecht werdenden Übersetzung, so die psychologische Studie Irene Holm, das Eifersuchtsdrama Die vier Teufel oder die bissige Satire Ein schöner Tag. Ergänzt wird der Band durch Reportagen, unter anderem über den Brand von Schloß Christiansborg oder den Besuch im belgischen Gheel, der »Stadt der Wahnsinnigen«. Herman Bang, der mit seinen Romanen Das graue Haus und Das weiße Haus berühmt wurde, entwirft in seinen Erzählungen genaue Porträts von Menschen, oft am Rande der Gesellschaft. In seinen Reportagen, die hier großenteils zum ersten Mal in deutscher Übersetzung erscheinen, erweist sich Bang als kritischer Beobachter seiner Zeit.
Die fünfbändige Ausgabe im Insel Verlag versammelt sämtliche Erzählungen Tolstojs aus den Jahren 1851 bis 1906, darunter auch die großen und berühmten Erzählungen Der Tod des Iwan Iljitsch, Die Kosaken, Die Kreutzersonate, Hadschi Murat, Herr ud Knecht, Der Schneesturm, Wieviel Erde braucht der Mensch? und Leinwandmesser.