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View Rights PortalLeader in illustrated books for adults and children, Fleurus Editions is comprised of the imprints Fleurus, 365, Mame, Mango, Rustica, Secret d’Etoiles, Vagnon, and Triomphe.
View Rights PortalMit den »Zeitpionieren« stellt dieses Buch Vertreter eines Lebensstils vor, die sich in besonders prägnanter Weise dem Problem der Zeit stellen und ein neues Zeitverständnis entwickeln. »Zeitpioniere« sind Arbeitnehmer, die am Arbeitsplatz und dem außerbetrieblichen Alltag ihre eigenen Zeitvorstellungen verwirklichen. Es gelingt ihnen, ihre persönliche Arbeitszeit im Betrieb zu reduzieren und zu flexibilisieren. Indem sie sich gegen die Verhaltenszumutungen des starren Normalarbeitstages wenden, handeln sie sich eine Reihe von Nachteilen ein – vor allem Einkommenseinbußen und Arbeitsverdichtung. Doch der Vorteil des erreichten Zeitwohlstands wiegt schwerer. Die gewonnene Zeit ist ihnen nicht bloße Freizeit, sie ist freie Zeit, mit der sie sorgfältig umgehen. Der Lebensstil der Zeitpioniere fördert Entwicklungstendenzen, die die bisherige Arbeitsgesellschaft maßgeblich verändern werden.
Aihwa Ong ist Professorin für Anthropologie an der Universität von Berkeley, Kalifornien.
Der Protagonist dieses Romans, Don Ramón Villaamil, ist ein ins 19. Jahrhundert transportierter Don Quijote, der in verzweifeltem, tragikomischem Kampf um die Würde seiner Person der Korruption und Günstlingswirtschaft spanischer Prägung schließlich unterliegt. Der ehemalige Beamte der Steuerbehörde ist arbeitslos und versucht vergeblich, durch Bittbriefe eine neue Stellung zu erhalten, da ihm nur noch zwei Monate Arbeitszeit fehlen, um eine bescheidene Pension beziehen zu können. Seine Gattin, Doña Pura, frönt ihrem eigenen Interesse, der Oper. Ihre ledige Schwester Milagros, eine heruntergekommene Soubrette, lebt ebenfalls im Haushalt und „führt die Küche“. Die Tochter von Doña Pura und Don Ramón, Abelarda, die „Unbedeutende“, ist eine unscheinbare Person, die ihre einzige Chance darin sieht, einen ebenso farblosen Herren namens Ponce zu ehelichen, auf den eine kleine Erbschaft wartet. Den drei Frauen gemeinsam ist der Spitzname ›Miau‹, „denn sie haben so eine Fisonomie im Gesicht wie Katzen“, erklärt ein Schulfreund dem Luisito, Enkel von Don Ramón und Doña Pura, den man mit diesem Spitznamen in der Schule quält. Der anständige und ehrliche Don Ramón bleibt ohne Stellung, denn „Anständigkeit bedeutet manchmal dasselbe wie Dummheit“. Miau ist einer der frühen europäischen Romane, in denen der Einzelne der seelenlosen modernen Massenbürokratie entgegengestellt wird.
Entgegen herrschender Meinung, die Sexualität, Schwangerschaft, Geburt und Kindheit in einen Schleier von Moral und Sentimentalität hüllt, wird in dieser Untersuchung gezeigt, daß die »Produktion von Nachwuchs« in der bürgerlichen Gesellschaft keineswegs eine »natürliche« Angelegenheit darstellt; daß vielmehr der bürgerliche Staat über ein vielfältiges rechtliches Instrumentarium verfügt, mit dem Liebe, Ehe, Zeugen, Gebären, Kindschaft usw. minuziös geregelt werden. In einer Analyse dieser Rechtsmaterien, mit denen der Staat die Aufzucht von Kindern gewährleistet, anreizt oder selbst betreibt, soll belegt werden, daß die zur überwiegenden Erwerbsform werdende Lohnabhängigkeit zur Verallgemeinerung des Desinteresses an eigenen Kindern bei den Lohnabhängigen führen muß. Diese sind – im Unterschied zu den immer rarer werdenden Eigentümern vererbbarer Produktionsmittel, die eigene Kinder für ihre Existenzsicherung bei Krankheit und Alter unbedingt benötigen und sie mit der Enterbungsdrohung zu dieser Sicherung auch zwingen können – durch eigene Kinder in ihrer Existenzsicherung individuell gerade beeinträchtigt. Sie schwächen ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber kinderlosen Lohnabhängigen, die ihre gesamte Arbeitszeit verkaufen können. Eine fundamentale Bedrohung der gesamtgesellschaftlichen Reproduktion ist die Folge. Die Analyse insgesamt ermöglicht – mit der systematischen Ableitung der Kindesvernachlässigung und dem Nachweis der Hilflosigkeit bei ihrer Überwindung – die Erklärung der Verschiebung von neurotischen zu psychotischen Charakterstrukturen bei der nachwachsenden Generation, für die es in der bürgerlichen Gesellschaft keinen Ausweg zu geben scheint.
Numerous women artists engaged with industrial materials such as plastics in the 1960s and 1970s, contrary to what the discourse of the time would have us believe. As Feminist substances shows, their works offered unique approaches to plastics in art, introducing new material meanings through a feminist lens. With a focus on Europe and Latin America, the book discusses the practices of Carla Accardi, Lea Lublin and Alina Szapocznikow, combining close readings of selected artworks with broader considerations of their social contexts. It explores their use of Sicofoil, plexiglass, plastic inflatables, polyester resin and polyurethane foam to address key concerns of feminist thought in relation to social reproduction, motherhood, memory, desire and illness. Beyond commonplaces of plastics as generic bad materials, Feminist substances considers more complex ways of engaging with synthetic matter, taking into account our messy relationships with these controversial materials.