Your Search Results

      • Trusted Partner
        April 2023

        »Die Welt möge Zeuge sein«

        Erzählungen

        by Dovid Bergelson, Sabine Koller, Alexandra Polyan, Peter Comans, Susanne Klingenstein, Sabine Koller, Janina Wurbs

        Dovid Bergelson, 1882 in Ochrimowo in der heutigen Ukraine geboren, prägte über vier Jahrzehnte die moderne jiddische Literatur. Ob in Kiew, Berlin, New York oder Moskau – Bergelsons literarische Stimme wurde gehört. Er gilt als Erneuerer der jiddischen Prosa zwischen Moderne und Sozialistischem Realismus, bis mit dem Zweiten Weltkrieg und der versuchten Judenvernichtung Bergelsons Schreiben schließlich eine neue, existenzielle Dimension erreichte. Am 12. August 1952 wurde Dovid Bergelson in der sogenannten »Nacht der ermordeten Dichter« in Moskau hingerichtet. Der vorliegende Band versammelt erstmalig ausgewählte Prosa sowie einen Dramenausschnitt aus Dovid Bergelsons umfänglichem Schaffen. Ergänzt sind die Texte um einen Anmerkungsapparat, ein Glossar und ein ausführliches Nachwort zum Leben und Werk Dovid Bergelsons.

      • Trusted Partner
        October 2019

        Die Zertrennung

        Aufzeichnungen eines Mitglieds des Sonderkommandos

        by Salmen Gradowski, Aurélia Kalisky, Miriam Trinh, Almut Seiffert

        Salmen Gradowski war ein Mitglied des »Sonderkommandos« von Auschwitz – jener Gruppe (nicht nur) jüdischer Häftlinge, die die Opfer in die Gaskammern begleiten und deren Körper nach der Vergasung verbrennen mussten. Einige von ihnen notierten das Verbrechen in allen Einzelheiten und vergruben ihr Zeugnis auf dem Lagergelände. Der erste, unvollständige Teil von Gradowskis Aufzeichnungen, in einer Flasche versteckt, wurde 1945 auf dem Gelände des Vernichtungslagers Birkenau von Soldaten der Roten Armee gefunden und 1969 in Warschau erstmals veröffentlicht. Den zweiten Teil – in einer Dose versteckt – verkaufte ein polnischer Finder dem in Auschwitz lebenden Chaim Wollnerman, der 1947 nach Palästina auswanderte und das Zeugnis erst 1977 im Privatdruck veröffentlichte. Sämtliche Texte Gradowskis erscheinen hier erstmals vollständig in deutscher Übersetzung. Gradowskis Zeugnis ist von einer fast unerträglichen Akribie und Sprachkraft. Inmitten der Katastrophe, die er durchlebt, in dem Bewusstsein, sich nur an Gott und an eine Nachwelt richten zu können, versucht Gradowski, die eigene und die kollektive Erfahrung der Judenvernichtung als Menschheitsgeschehen zu deuten. Um der unversöhnlichen Trauer Stimme zu geben, greift er zurück auf das liturgische Repertoire wie Klagelieder oder apokalyptische Schriften, aber auch auf neujiddische Poesie. Die Vereinigung von literarischem Dokument und historischem Zeugnis macht Gradowskis Aufzeichnungen einzigartig.

      • Trusted Partner
        October 2019

        Die Zertrennung

        Aufzeichnungen eines Mitglieds des Sonderkommandos

        by Salmen Gradowski, Aurélia Kalisky, Miriam Trinh, Almut Seiffert, Andreas Kilian

        Salmen Gradowski war ein Mitglied des »Sonderkommandos« von Auschwitz – jener Gruppe (nicht nur) jüdischer Häftlinge, die die Opfer in die Gaskammern begleiten und deren Körper nach der Vergasung verbrennen mussten. Einige von ihnen notierten das Verbrechen in allen Einzelheiten und vergruben ihr Zeugnis auf dem Lagergelände. Der erste, unvollständige Teil von Gradowskis Aufzeichnungen, in einer Flasche versteckt, wurde 1945 auf dem Gelände des Vernichtungslagers Birkenau von Soldaten der Roten Armee gefunden und 1969 in Warschau erstmals veröffentlicht. Den zweiten Teil – in einer Dose versteckt – verkaufte ein polnischer Finder dem in Auschwitz lebenden Chaim Wollnerman, der 1947 nach Palästina auswanderte und das Zeugnis erst 1977 im Privatdruck veröffentlichte. Sämtliche Texte Gradowskis erscheinen hier erstmals vollständig in deutscher Übersetzung. Gradowskis Zeugnis ist von einer fast unerträglichen Akribie und Sprachkraft. Inmitten der Katastrophe, die er durchlebt, in dem Bewusstsein, sich nur an Gott und an eine Nachwelt richten zu können, versucht Gradowski, die eigene und die kollektive Erfahrung der Judenvernichtung als Menschheitsgeschehen zu deuten. Um der unversöhnlichen Trauer Stimme zu geben, greift er zurück auf das liturgische Repertoire wie Klagelieder oder apokalyptische Schriften, aber auch auf neujiddische Poesie. Die Vereinigung von literarischem Dokument und historischem Zeugnis macht Gradowskis Aufzeichnungen einzigartig.

      Subscribe to our

      newsletter