Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
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View Rights PortalMit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist die alte mitteleuropäische Angst zurück: Opfer der Großmächte zu werden. Anders als in Deutschland, von dessen Boden zwei Weltkriege ausgegangen sind, gab es in Warschau, Tallinn und anderswo kein Zögern. Nur wer selbst angegriffen und, wie Polen, sogar einmal ganz von der Landkarte getilgt wurde, versteht, dass militärische Selbstverteidigung gerechtfertigt ist. In ihrem luziden Essay beschreiben Karolina Wigura, Ideenhistorikerin, und Jarosław Kuisz, Politikwissenschaftler, wie der heutige Krieg historische Traumata reaktiviert; warum Warschau eine Führungsrolle in der europäischen Verteidigungspolitik übernimmt, obwohl die Regierungspartei PiS die EU als Bedrohung der eigenen Souveränität beschwört.
Die Bundestagswahl hat gezeigt: die Mitte schrumpft, die Ränder erstarken. Die AfD ist nun die zweitstärkste Kraft im Parlament. Während in vielen europäischen Staaten rechtskonservative Parteien auf dem Vormarsch sind, zerstört der wiedergewählte Donald Trump nicht nur die Demokratie, sondern auch die Institutionen des Staates – im Namen der einfachen Leute, die sich angeblich durch irreguläre Migration und » woke « Eliten bedroht sehen. Blüht uns in vier Jahren etwas Ähnliches? Karolina Wigura und Jarosław Kuisz zeigen an Brasilien, den USA, Polen und der Slowakei, was geschieht, wenn Populisten wiedergewählt werden oder aber liberale Demokraten zurück an die Regierung gelangen. Pflichtlektüre für alle, die wissen wollen, wie man der autoritären Welle entkommen kann.