Es sind die 60er Jahre, der junge katholische Priester David liest in der englischen Provinz die heilige Messe, vollzieht Trauungen und spendet den Sterbenden Trost. Doch er zweifelt an der Kirche, der er sein Leben verschrieben hat. Könnte sie nicht anders werden, offener? In London ringt die freiheitsliebende Lehrerin Margaret nach dem Tod ihrer Eltern und dem Ende einer Affäre um Halt; ausgerechnet der Glaube und die aufbrechenden Debatten um Sexualität und Religion ziehen sie an. Als sie eine Stelle für Theologie in Davids Diözese annimmt, kreuzen sich ihre Wege. Schnell kommen die beiden sich nah. Sie lesen, reden, streiten, lachen miteinander; sie staunen übereinander – über seine Sensibilität, über ihre Gedankenschärfe –, und langsam fragen sich David und Margaret, ob das, was sie füreinander empfinden, nicht Liebe sein könnte.
Ein Roman über Begehren und Berufung, über Leidenschaft, Zweifel und den verzweifelten Wunsch, eine starre Institution zu verändern. Mit der poetischen Kraft einer preisgekrönten Lyrikerin erzählt Stephanie Sy-Quia eine außergewöhnliche Liebesgeschichte – inspiriert von der wahren Geschichte ihrer eigenen Großeltern.