Peter Lang Group
Peter Lang Group specializes in the Humanities and Social Sciences, covering the complete publication spectrum from monographs to student coursebooks.
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View Rights PortalBernd Liske, born in 1956, studied mathematics in Chemnitz and is the owner of Liske information management systems. From its founding in 1998 until May 2015, Bernd Liske was a member of the main board of BITKOM, where he worked in the defense, education and knowledge management working groups. In the course of his efforts to deal with the revelations of Edward Snowden in the NSA affair, he was expelled from BITKOM in 2015. From 1998 to 2003 he was a member of the board of the Association of Organizations and Information Systems (VOI). Bernd Liske has been dealing with socio-political issues for many years. In his analyzes and concepts, he deals with social, political and economic problems in our society in order to make contributions to maintaining Germany as a business location. His book âPRISM A Lesson for our Democracyâ, published in September, grew out of this. The diversity of the topics he deals with as well as the systemic principles used for their treatment can be followed on his homepage at and on his TWITTER channels @BerndLiske, @LiskeAphorismen and @LiskeZitate. He now regards his aphorisms as an open source operating system for the analysis and design of social processes and has been using them successfully for years.
View Rights PortalRoland Barthes gehört zu den Klassikern der Photographietheorie. Insbesondere sein spĂ€tes Meisterwerk Die helle Kammer hat die Debatten der letzten Jahrzehnte bestimmt und ihre Grundfragen formuliert. Weniger bekannt ist, dass Barthes Zeit seines Lebens, von Mythen des Alltags bis hin zu seiner letzten Vorlesung Die Vorbereitung des Romans, intensiv zur Ăsthetik und Theorie der Photographie publiziert hat. Diese verstreut publizierten Texte u.a. ĂŒber Mode-, Werbe-, Theater- und Schockphotos oder ĂŒber Photographen wie Richard Avedon, Lucien Clergue und Wilhelm von Gloeden sind hier zum ersten Mal versammelt. Sie sind der »ganze Barthes« im Brennspiegel der Photographie.
Fast dreiĂig Jahre lang bestand die Freundschaft zwischen Alain Robbe-Grillet und Roland Barthes. Sie begann 1953 mit einem Brief, in dem Barthes den Roman »Die Radiergummis« als »gelungen«, weil »avantgardistisch« charakterisierte. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entwickelte sich eine enge Beziehung zwischen dem Romancier, der in dem Theoretiker den Schriftsteller lobte, und dem Semiologen, der im Romanautor den praktizierenden Philosophen der Ȏcriture« schĂ€tzte. Die hier zum ersten Mal publizierten Stellungnahmen von Alain Robbe-Grillet zu Roland Barthes zeigen das Spannungsfeld zwischen der Lust am Text und der Lust am Spiel mit der Fiktion, in dem sich die französische Literatur in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts entwickelte.
In den Erinnerungen von Freunden und Bekannten an Begegnungen mit dem Dichter entsteht ein Bild von der Persönlichkeit Huchels. Zugleich wird ein StĂŒck jĂŒngster deutscher Literaturgeschichte rekonstruiert.
Roland Barthes hat die Welt in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts das Lesen gelehrt. Er hat vorgefĂŒhrt, wie die alltĂ€glichen Dinge, die Mythen des Alltags, zu verstehen sind; er hat das Alphabet der Sprache der Liebe vorbuchstabiert; er hat die Lust am Text propagiert; er hat die Stellung des Autors untergraben â und in seinem letzten Seminar, der »Vorbereitung des Romans«, gestanden, er hĂ€tte sich gewĂŒnscht, Romancier zu werden. 1915 in Cherbourg geboren, geht er in den DreiĂiger Jahren zum Studium nach Paris. Hier sammelt er erst politische Erfahrung, entdeckt die Freundschaft und seine HomosexualitĂ€t â und am Ende des Jahrzehnts befĂ€llt ihn eine Tuberkulose, die in ihn zu langjĂ€hrigen Sanatoriumsaufenthalten zwingt. Dieser Abbruch einer normalen akademischen Karriere erklĂ€rt das spĂ€te Erscheinen seines Buches, Am »Nullpunkt der Literatur« (1957) und ist zugleich verantwortlich fĂŒr seine Schreib- und Forscherhaltung: die ĂŒberkommenen unverrĂŒckbaren universitĂ€ren Wahrheiten enthĂŒllt er als eine Form des Nicht-Wissens, an deren Stelle er eine neue Wissensform entfaltet. Die Schriftstellerin und Literaturhistorikerin Tiphaine Samoyault entwirft unter RĂŒckgriff auf bisher unzugĂ€ngliche persönliche Dokumente von Roland Barthes die erste umfassende, alle Aspekte von Werk und Leben ausleuchtende, Biographie. Als Wissenschaftlerin und Literatin liest sie die Person Roland Barthes und dessen Schreiben - und damit die Bedeutung dieses Autors fĂŒr unsere Zeit.
Der berĂŒhmte Essay ĂŒber den Akt des Lesens, in dem Roland Barthes erstmals seine Ăsthetik der Lust formuliert, markiert nicht nur eine entscheidende Wende in seinem Denken, sondern ist einer der SchlĂŒsseltexte des Poststrukturalismus und ein Klassiker der neueren französischen Textkritik.
»Der Leser findet hier die Mehrzahl der Interviews versammelt, die Roland Barthes in französischer Sprache gegeben hat.« So lautet der erste Satz der kurzen Vorbemerkung, die der Herausgeber diesem postum erschienenen Band beigegeben hat. Diese lapidare Bemerkung leitet eine Sammlung ein, die sich als Kommentar Roland Barthes' zum eigenen Werk lesen lĂ€Ăt. Barthes nimmt hier zu fast jedem seiner Werke Stellung, antwortet auf EinwĂ€nde, erklĂ€rt seine Intention; und er wirft neue Fragen auf, die weiter reichen und deren Antwort erst noch zu finden bleibt.Zugleich sind diese Interviews ErlĂ€uterung und VerlĂ€ngerung dessen, was Barthes geschrieben hat: Sie sind das Komplement seines Werkes â und gleichzeitig die beste EinfĂŒhrung in sein Denken. Da diese GesprĂ€che sich in der Zeit verteilen, zeigen sie, wie die AusĂŒbung der Kritik den Theoretiker und Kritiker ĂŒber alte, zuvor eingenommene Positionen hinaus weitertreibt. Sie lassen zugleich aber auch die Konstante erkennen, die die KohĂ€renz der Haltung Barthes' ausmacht: die dem Autor unverzichtbare Grundposition der Sprachlichkeit aller PhĂ€nomene und die dieser Rechnung tragende Analysemethode.
»Nicht aus Lust am Provozieren sind Sade, Fourier und Loyola in ein und demselben Buch zusammengestellt worden, sondern weil alle drei Klassifikatoren, SprachbegrĂŒnder waren: der verfemte Schriftsteller begrĂŒndete eine Sprache des erotischen VergnĂŒgens, der utopische Philosoph eine Sprache des sozialen GlĂŒcks und der heilige Jesuit eine Sprache der Anrufung Gottes. Zeichen erfinden und nicht, wie wir es alle tun, nur konsumieren heiĂt paradoxerweise in den Bereich jenes Nachhinein des Sinns einzutreten, der das signifiant darstellt, kurz, eine Schreibweise praktizieren. Daher beschĂ€ftigt sich dieses Buch auch nicht mit dem Inhalt der Schriften dieser drei Autoren (âŠ), sondern es behandelt Sade, Fourier und Loyola als Formulierer, Erfinder von Schreibweisen, Textoperateure.« Roland Barthes
Lerne mit Peter & Piet die Natur kennen! Puh, ist das heiĂ! Förster Peter und Eichhörnchen Piet schwitzen vor dem Forsthaus um die Wette. WĂ€hrend Peter sich mit einem Eis erfrischt, macht sich das Eichhörnchen auf die Suche nach einem kĂŒhleren PlĂ€tzchen. Unterwegs begegnet Piet vielen anderen Tieren, die ihm verraten, was sie machen, wenn ihnen zu warm ist. Der Frosch springt ins kalte Wasser, das Wildschwein suhlt sich in der groĂen MatschpfĂŒtze, und der GrashĂŒpfer versteckt sich im Schatten der Grashalme. Doch diese Tipps sind nichts fĂŒr Piet. SchlieĂlich erreicht das Eichhörnchen den alten Buchenwald. Wie angenehm kĂŒhl es dort ist! Das muss Piet unbedingt seinem Freund Peter erzĂ€hlen. Ein neues Abenteuer im Wald von Erfolgsautor Peter Wohlleben und seiner Tochter Carina Wohlleben. Ganz viele Klappen, hinter denen du spannende Infos rund um den Wald entdecken kannst. Das erste Pappbilderbuch von Bestsellerautor Peter Wohlleben und seiner Tochter Carina Wohlleben. Macht Lust, die Wunder der Natur zu erleben. Eine sehr charmant und liebevoll erzĂ€hlte Sachgeschichte. Klimapositiv produziert. Wenn du Lust auf weitere Peter Wohlleben KinderbĂŒcher hast, schau dir auch diese BĂŒcher rund um Wald und Tiere an: âHörst du, wie die BĂ€ume sprechenâ, âWeiĂt du, wo die Tiere wohnenâ, âKommst du mit nach drauĂenâ oder âWeiĂt du, wo die Baumkinder sind?â an.
Spricht Barthes von Proust, spricht er meistens von sich selbst. Barthes hat nicht das eine, groĂe Proust-Werk geschrieben, aber sich immer wieder mit seinem Alter Ego auseinandergesetzt. Dieser Band versammelt die wichtigsten Texte von Roland Barthes ĂŒber Marcel Proust: ZeitschriftenbeitrĂ€ge, Vorlesungen und Vorlesungsnotizen und eine Auswahl aus Barthesâ fast 3000 hinterlassenen Karteikarten zu Proust. Barthes legt Spuren, öffnet Ausblicke, macht, in der Trauer ĂŒber den Tod seiner Mutter, PlĂ€ne, eine ihrem Andenken gewidmete Recherche, seine eigene »Vita nova«, zu schreiben â was womöglich nur sein frĂŒher Tod im MĂ€rz 1980 verhindert hat. Hier erstmals zugĂ€nglich gemacht ist ebenfalls die Transkription einer Radiosendung von France Culture aus den 70er Jahren, SpaziergĂ€nge mit Roland Barthes auf den Spuren von Marcel Proust in Paris. »Ich begreife, daĂ das Werk von Proust, zumindest fĂŒr mich, das Referenzwerk ist, die allgemeine Mathesis, das Mandala der gesamten literarischen Kosmogonie, wie es die Briefe der Mme de SĂ©vignĂ© fĂŒr die GroĂmutter des ErzĂ€hlers, die Ritterromane fĂŒr Don Quijote waren.« (Roland Barthes) Das Dokument einer bedeutenden literarischen Wahlverwandtschaft, ebenso erhellend fĂŒr das Werk Prousts wie fĂŒr das von Roland Barthes.
In "Klassiker zum Vorlesen. Peter Pan" von Sabine Rahn erleben die Geschwister Wendy, John und Michael eine auĂergewöhnliche Nacht, die ihr Leben fĂŒr immer verĂ€ndern wird. Peter Pan, der Junge, der niemals erwachsen wird, und seine treue GefĂ€hrtin, die Fee Tinkerbell, erscheinen in ihrem Kinderzimmer und lehren sie das Fliegen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise ins magische Nimmerland, einem Ort, an dem die Fantasie keine Grenzen kennt. Dort treffen sie auf Meerjungfrauen, Indianer und stellen sich der Bedrohung durch den berĂŒchtigten Piraten Captain Hook. Sabine Rahns Neuinterpretation des zeitlosen Klassikers von J.M. Barrie macht diese fantastische Geschichte zugĂ€nglich fĂŒr jĂŒngere Zuhörer, ohne dabei den Zauber und die Spannung des Originals zu verlieren.Die wundervollen Illustrationen von Andrea Offermann ergĂ€nzen die erzĂ€hlte Geschichte perfekt und fangen die AtmosphĂ€re von Nimmerland und seiner Bewohner eindrucksvoll ein. Durch die kindgerechte Aufbereitung und die lebhaften Bilder wird "Peter Pan" zu einem idealen Vorlesebuch, das Kinder in die Welt der Fantasie entfĂŒhrt und gleichzeitig wichtige Themen wie Freundschaft, Mut und das Heranwachsen behandelt. Sabine Rahn gelingt es, die Abenteuer von Peter Pan und seinen Freunden so zu erzĂ€hlen, dass sie junge Zuhörer fesseln und inspirieren. Zeitloser Klassiker neu erzĂ€hlt fĂŒr kleine Zuhörer, macht die Geschichte von Peter Pan zugĂ€nglich und verstĂ€ndlich. Lebendige und detailreiche Illustrationen von Andrea Offermann, die die Magie von Nimmerland und seiner Bewohner zum Leben erwecken. Kindgerechte Sprache und Aufbereitung, ideal fĂŒr Vorlesestunden und als EinfĂŒhrung in die Welt der klassischen Literatur. Spannende Abenteuer und wertvolle Lehren ĂŒber Freundschaft, Mut und das Erwachsenwerden, die Kinder begeistern und zum Nachdenken anregen. Hochwertige Ausgabe, die in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte und die zu gemeinsamen Lesemomenten einlĂ€dt. Förderung der Fantasie und KreativitĂ€t bei Kindern durch die EinfĂŒhrung in die Welt von Peter Pan und Nimmerland. Ideales Geschenk fĂŒr junge Leser*innen ab 4 Jahren und alle, die die Magie des Vorlesens schĂ€tzen.
In "Klassiker zum Vorlesen. Peter Pan" von Sabine Rahn erleben die Geschwister Wendy, John und Michael eine auĂergewöhnliche Nacht, die ihr Leben fĂŒr immer verĂ€ndern wird. Peter Pan, der Junge, der niemals erwachsen wird, und seine treue GefĂ€hrtin, die Fee Tinkerbell, erscheinen in ihrem Kinderzimmer und lehren sie das Fliegen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise ins magische Nimmerland, einem Ort, an dem die Fantasie keine Grenzen kennt. Dort treffen sie auf wilde Meerjungfrauen und stellen sich der Bedrohung durch den berĂŒchtigten Piraten Captain Hook. Sabine Rahns Neuinterpretation des zeitlosen Klassikers von J.M. Barrie macht diese fantastische Geschichte zugĂ€nglich fĂŒr jĂŒngere Zuhörer, ohne dabei den Zauber und die Spannung des Originals zu verlieren.Die wundervollen Illustrationen von Andrea Offermann ergĂ€nzen die erzĂ€hlte Geschichte perfekt und fangen die AtmosphĂ€re von Nimmerland und seiner Bewohner eindrucksvoll ein. Durch die kindgerechte Aufbereitung und die lebhaften Bilder wird "Peter Pan" zu einem idealen Vorlesebuch, das Kinder in die Welt der Fantasie entfĂŒhrt und gleichzeitig wichtige Themen wie Freundschaft, Mut und das Heranwachsen behandelt. Sabine Rahn gelingt es, die Abenteuer von Peter Pan und seinen Freunden so zu erzĂ€hlen, dass sie junge Zuhörer fesseln und inspirieren. Zeitloser Klassiker neu erzĂ€hlt fĂŒr kleine Zuhörer, macht die Geschichte von Peter Pan zugĂ€nglich und verstĂ€ndlich. Lebendige und detailreiche Illustrationen von Andrea Offermann, die die Magie von Nimmerland und seiner Bewohner zum Leben erwecken. Kindgerechte Sprache und Aufbereitung, ideal fĂŒr Vorlesestunden und als EinfĂŒhrung in die Welt der klassischen Literatur. Spannende Abenteuer und wertvolle Lehren ĂŒber Freundschaft, Mut und das Erwachsenwerden, die Kinder begeistern und zum Nachdenken anregen. Hochwertige Ausgabe, die in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte und die zu gemeinsamen Lesemomenten einlĂ€dt. Förderung der Fantasie und KreativitĂ€t bei Kindern durch die EinfĂŒhrung in die Welt von Peter Pan und Nimmerland. Ideales Geschenk fĂŒr junge Leser*innen ab 5 Jahren und alle, die die Magie des Vorlesens schĂ€tzen. Empfohlen von der Stiftung Lesen.
Der Band zeigt Bedeutung und Entwicklung der Untersuchungen Barthes' ĂŒber einen Gegenstand, den man »die Schrift des Sichtbaren« nennen könnte: Fotografie, Kino, Malerei, Theater, Musik. Barthes beschĂ€ftigt sich unter anderem mit der Botschaft der Fotografie, der Rhetorik des Bildes, mit Brecht, Diderot und Eisenstein, aber auch mit romantischer Musik, mit Schumann. Bei all diesen Versuchen geht es Roland Barthes vor allem um die »dritte Bedeutung«, jener zwischen entgegenkommendem und stumpfem Sinn oszillierenden Signifikanz.
1977 erschien in Paris »Fragments d'un discours amoureux«. Das Buch erklomm unmittelbar nach seiner Veröffentlichung die ersten PlĂ€tze der Bestsellerliste; sein Verfasser, ein bereits berĂŒhmter, weltweit geehrter Wissenschaftler und Intellektueller wurde zum gefeierten Romancier. »Fragmente einer Sprache der Liebe« gilt als das privateste und zugleich populĂ€rste Werk von Roland Barthes. Die alphabetisch geordneten sprachlichen Figuren der Lebenden â von AbhĂ€ngigkeit bis Zugrundegehen â geben die Reihenfolge vor, in der die möglichen Zuwendungen zu einander Form gewinnen und Verhalten bestimmen. Im Rahmen der Edition der legendĂ€ren Pariser Seminare von Roland Barthes haben sich weitere Fragmente gefunden, die der Autor in die Erstausgabe nicht aufgenommen hat, die jedoch eine perfekte ErgĂ€nzung zum Diskurs jedes Liebenden sind.
Im Zentrum der hier versammelten Essays stehen die fĂŒr Roland Barthes zentralen Problematiken der Sprache und des Schreibens.
Unter den zahlreichen, zu Klassikern gewordenen Essays von Roland Barthes zĂ€hlt der 1964 entstandene »Der Eiffelturm« zu den bekanntesten und folgenreichsten. In ihm wendet der Strukturalist sein Instrumentarium auf das weltweit bekannte Wahrzeichen von Paris, von ganz Frankreich, an â und gelangt zu ĂŒberraschenden, immer noch beindruckenden Resultaten. Der Eiffelturm ist ein Mythos des Alltags, zugleich Symbol fĂŒr technische Neuerungen wie unumgĂ€ngliches Touristenziel, Wahrzeichen der aufkommenden Globalisierung, in jedem Buch, in jedem Film, im Fernsehen unausweichlich, auf Facebook und Twitter von jedermann identifizierbar â kurz, ein Zeichen fĂŒr alles und jedes. Roland Barthes gilt der Eiffelturm als nahezu unersetzliches Objekt: »Durch den Eiffelturm hindurch ĂŒben die Menschen jene groĂe Funktion des ImaginĂ€ren aus, die ihre Freiheit ist, da keine Geschichte, so dunkel sie auch war, sie ihnen jemals hat nehmen können.«
1976 wurde Roland Barthes an das renommierte CollĂšge de France gewĂ€hlt. Zu seinen Aufgaben gehörte eine wöchentliche Vorlesung, in der er aus seiner aktuellen Forschung berichtete. Im akademischen Jahr 1977/78 behandelte Barthes »das Neutrale«, den »dritten Begriff«, der die binĂ€re Opposition â das klassische Ordnungsprinzip des Strukturalismus â unterlĂ€uft. Das Neutrale entzieht sich der Spannung und dem Konflikt und lĂ€Ăt sich in zahlreichen PhĂ€nomenen wiederfinden: in der MĂŒdigkeit, der Stille, in sozialen Bildern wie dem Apolitischen, in Haltungen wie dem Skeptizismus sowie schlieĂlich im Sexuellen, in der Figur des Androgynen.In dieser transkribierten Vorlesung, die letztes Jahr in Frankreich erschienen ist, kommt ein neuer Barthes zum Vorschein, dessen geistreicher, hier aus nĂ€chster NĂ€he zu verfolgender GedankenfluĂ in seiner thematischen Breite unvermindert beeindruckt â ein »Meisterwerk und VermĂ€chtnis«, wie die Neue ZĂŒrcher Zeitung im Januar 2003 schrieb.
Fast dreiĂig Jahre lang bestand die Freundschaft zwischen Alain Robbe-Grillet und Roland Barthes. Sie begann 1953 mit einem Brief, in dem Barthes den Roman 'Die Radiergummis' als 'gelungen', weil 'avantgardistisch' charakterisierte. Zu diesem Zeitpunkt lobte der Kritiker Barthes das epische Theater Bertolt Brechts, kurz danach entzifferte er den französischen Alltag. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entwickelte sich eine enge Beziehung zwischen dem Romancier, der in dem Theoretiker den Schriftsteller lobte, und dem Semiologen, der im Romanautor den praktizierenden Philosophen der 'Ă©criture' schĂ€tzte. Die hier zum ersten Mal publizierten schriftlichen und mĂŒndlichen Stellungnahmen von Alain Robbe-Grillet zu Roland Barthes zeigen prototypisch das Spannungsfeld zwischen der Lust am Text und der Lust am Spiel mit der Fiktion, in dem sich die französische Literatur in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts entwickelte.
Roland Barthes wurde am 12. November 1915 in Cherbourg geboren und starb am 26. MĂ€rz 1980 in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Er studierte klassische Literatur an der Sorbonne und war danach als Lehrer, Bibliothekar und Lektor in Ungarn, RumĂ€nien und Ăgypten tĂ€tig. Ab 1960 unterrichtete er an der Ăcole Pratique des Hautes Ătudes in Paris. 1976 wurde er auf Vorschlag Michel Foucaults ans CollĂšge de France auf den eigens geschaffenen Lehrstuhl »fĂŒr literarische Zeichensysteme« berufen. In Essais critiques beschĂ€ftigt sich Barthes mit dem avantgardistischen Theater. PrĂ€gend fĂŒr ihn waren unter anderem Brecht, Gide, Marx, de Saussure sowie Jacques Lacan. Zudem war Barthes ein musikbegeisterter Mensch, vor allem als Pianist und Komponist. Helmut Scheffel, geboren 1925 in Gera und verstorben 2010 in Frankfurt am Main, studierte Philosophie, Soziologie, Romanistik in Frankfurt und Paris. Seit 1957 war er als freiberuflicher Ăbersetzer und Publizist und spĂ€ter auch als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tĂ€tig.
From insects to fish as well as birds and primates: the use of tools is amazingly widespread in the animal kingdom. Itâs a misnomer to presume that humans are distinguished by tool use and conscious capacity. So where is culture initiated? The biologist Peter-RenĂ© Becker has evaluated numerous studies and cites plenty of evidence for the use of the hammer and anvil, lances, bait or sponges. Animals also use âtools as social implementsâ. Ultimately, the depth of manâs conscience singles him out from other animals.
»Das Vorhaben von Die Sprache der Mode entstand unmittelbar im AnschluĂ an das Nachwort der Mythen des Alltags, in dem ich die Möglichkeit einer immanenten Analyse anderer Zeichensysteme als der Sprache entdeckt habe - oder zu entdecken geglaubt hatte. Ich hatte von diesem Augenblick an den Wunsch, eines dieser Systeme, eine von allen gesprochene und zugleich allen unbekannte Sprache, Schritt fĂŒr Schritt zu rekonstruieren. So habe ich die Kleidung gewĂ€hlt.« Roland Barthes